{"id":8259,"date":"2017-05-15T11:25:41","date_gmt":"2017-05-15T09:25:41","guid":{"rendered":"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/?p=8259"},"modified":"2017-05-15T11:25:41","modified_gmt":"2017-05-15T09:25:41","slug":"anhebung-der-grenze-fuer-kleinbetragsrechnungen-auf-250-e-durch-das-buerokratieentlastungsgesetz-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/2017\/05\/15\/anhebung-der-grenze-fuer-kleinbetragsrechnungen-auf-250-e-durch-das-buerokratieentlastungsgesetz-ii\/","title":{"rendered":"Anhebung der Grenze f\u00fcr Kleinbetragsrechnungen auf 250 \u20ac durch das B\u00fcrokratieentlastungsgesetz II"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_8258\" style=\"width: 178px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8258\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-8258\" src=\"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2017\/05\/Oldiges_Matthias_Neu-168x168.jpg\" alt=\"\" width=\"168\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2017\/05\/Oldiges_Matthias_Neu-168x168.jpg 168w, https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2017\/05\/Oldiges_Matthias_Neu-300x300.jpg 300w, https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2017\/05\/Oldiges_Matthias_Neu.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 168px) 100vw, 168px\" \/><p id=\"caption-attachment-8258\" class=\"wp-caption-text\">RA Dr. Matthias Oldiges, Managing Associate bei K\u00dcFFNER MAUNZ LANGER ZUGMAIER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, M\u00fcnchen<\/p><\/div>\n<p>Am 12.05.2017 hat der Bundesrat dem Zweiten Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft von B\u00fcrokratie (B\u00fcrokratieentlastungsgesetz II) zugestimmt. Durch das B\u00fcrokratieentlastungsgesetz II hebt der Gesetzgeber die Grenze f\u00fcr Kleinbetragsrechnungen (\u00a7 33 UStDV) r\u00fcckwirkend zum 01.01.2017 von 150\u00a0\u20ac auf 250\u00a0\u20ac an. Damit bezweckt der Gesetzgeber einen Vereinfachungseffekt vor allem bei Barums\u00e4tzen, im Handel mit Waren des t\u00e4glichen Bedarfs sowie bei Abrechnungen durch Automaten.<!--more--><\/p>\n<h1>Geringere Anforderungen f\u00fcr Vorsteuerabzug aus Kleinbetragsrechnungen<\/h1>\n<p>Die Kleinbetragsregelung in \u00a7 33 UStDV tr\u00e4gt im t\u00e4glichen Gesch\u00e4ftsleben zu einer erheblichen Vereinfachung beim Vorsteuerabzug bei. Der Vorsteuerabzug setzt gem\u00e4\u00df \u00a7 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 2 UStG voraus, dass der Leistungsempf\u00e4nger eine Rechnung besitzt, die die in \u00a7 14 Abs. 4 UStG normierten Rechnungsangaben enth\u00e4lt. Die Kleinbetragsregelung in \u00a7 33 UStDV bestimmt f\u00fcr den Vorsteuerabzug aus sog. Kleinbetragsrechnungen geringere Anforderungen an die Angaben in einer Rechnung. Gegen\u00fcber den Rechnungsangaben in \u00a7 14 Abs. 4 UStG ist insbesondere die Angabe des Leistungsempf\u00e4ngers sowie ein gesonderter Umsatzsteuerausweis entbehrlich.<\/p>\n<p>Die Kleinbetragsregelung findet bei Rechnungen im Versandhandel (\u00a7 3c UStG), bei innergemeinschaftlichen Lieferungen (\u00a7 6a UStG) sowie bei der Umkehr der Steuerschuld in F\u00e4llen des \u00a7 13b UStG keine Anwendung.<\/p>\n<h1>Auswirkungen f\u00fcr die Praxis<\/h1>\n<p>Die Anhebung der Grenze f\u00fcr Kleinbetragsrechnungen gilt r\u00fcckwirkend ab 01.01.2017. Unternehmer, die seit dem 01.01.2017 Rechnungen in H\u00f6he von 150\u00a0\u20ac-250\u00a0\u20ac (brutto) empfangen, d\u00fcrfen sich freuen. Die Rechnungen berechtigen zum Vorsteuerabzug, auch wenn sie nicht den Anforderungen nach \u00a7 14 Abs. 4 UStG entsprechen, sondern lediglich die Angaben nach \u00a7\u00a033 UStDV enthalten. Eine Rechnungsberichtigung ist in diesen F\u00e4llen nicht notwendig.<\/p>\n<p>Die praktischen Anwendungsprobleme der Kleinbetragsrechnung bleiben jedoch auch nach dem B\u00fcrokratieentlastungsgesetz II bestehen. Weiterhin besteht die Gefahr, dass nicht notwendige Angaben in Kleinbetragsrechnungen den Vorsteuerabzug des Leistungsempf\u00e4ngers gef\u00e4hrden. Besonders praxisrelevant sind unvollst\u00e4ndige oder unzutreffende Angaben zum Leistungsempf\u00e4nger. Als Folge versagt die Finanzverwaltung regelm\u00e4\u00dfig den Vorsteuerabzug mit der Begr\u00fcndung, dass die Kleinbetragsrechnung nicht den Bestimmungen des \u00a7 33 UStDV entspricht. Dies f\u00fchrt zu dem paradoxen Ergebnis, dass der Vorsteuerabzug bei einem leeren Adressfeld besteht, bei einem unvollst\u00e4ndig oder unzutreffend ausgef\u00fcllten Adressfeld jedoch nicht.<\/p>\n<h1>Empfehlung<\/h1>\n<p>Unternehmer sollten auch weiterhin darauf achten, dass Kleinbetragsrechnungen lediglich die notwendigen Rechnungsangaben des \u00a7 33 UStDV enthalten. Alle zus\u00e4tzlichen Angaben bergen das Risiko, dass sie sich als unvollst\u00e4ndig oder unzutreffend erweisen und so den Vorsteuerabzug des Leistungsempf\u00e4ngers gef\u00e4hrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12.05.2017 hat der Bundesrat dem Zweiten Gesetz zur Entlastung insbesondere der mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft von B\u00fcrokratie (B\u00fcrokratieentlastungsgesetz II) zugestimmt. 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