{"id":8896,"date":"2019-05-20T12:01:36","date_gmt":"2019-05-20T10:01:36","guid":{"rendered":"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/?p=8896"},"modified":"2019-05-20T12:01:36","modified_gmt":"2019-05-20T10:01:36","slug":"alte-gewinnabfuehrungsvertraege-sind-noch-im-jahr-2019-anzupassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/2019\/05\/20\/alte-gewinnabfuehrungsvertraege-sind-noch-im-jahr-2019-anzupassen\/","title":{"rendered":"Alte Gewinnabf\u00fchrungsvertr\u00e4ge sind noch im Jahr 2019 anzupassen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_4914\" style=\"width: 136px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-4914\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-4914\" src=\"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2012\/07\/Walter1-126x168.jpg\" alt=\"\" width=\"126\" height=\"168\" srcset=\"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2012\/07\/Walter1-126x168.jpg 126w, https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2012\/07\/Walter1-440x586.jpg 440w, https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2012\/07\/Walter1-755x1006.jpg 755w, https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/files\/2012\/07\/Walter1.jpg 1029w\" sizes=\"(max-width: 126px) 100vw, 126px\" \/><p id=\"caption-attachment-4914\" class=\"wp-caption-text\">RA\/FAStR\/StB Dr. Wolfgang Walter, audit law gmbh Rechtsanwalts-gesellschaft und TAXGATE Partners, beide Stuttgart<\/p><\/div>\n<p>Mit seinem Urteil vom 10.05.2017 (I R 93\/15, <a href=\"https:\/\/recherche.der-betrieb.de\/document.aspx?docid=DB1255117\">DB 2017 S.\u00a02650<\/a>) erschwerte der BFH nicht nur die Vereinbarung variabler Ausgleichszahlungen, sondern postulierte auch eine Anpassungsobliegenheit, wonach ein Gewinnabf\u00fchrungsvertrag an die \u00c4nderungen von Regelungen des Aktiengesetzes anzupassen sei (vgl. <em>Walter<\/em>, <a href=\"https:\/\/page.fachmedien.de\/wordpress\/steuerboard\/2017\/11\/10\/bfh-verschaerft-die-gefahren-fuer-die-ertragsteuerliche-organschaft-erheblich\/\">Steuerboard vom 10.11.2017<\/a>). In Bezug auf variable Ausgleichszahlungen reagierte der Gesetzgeber im Sinne eines Nichtanwendungsgesetzes mit \u00a7 14 Abs. 2 KStG im sog. JStG 2018 (vgl. <em>Walter<\/em>, in: Bott\/Walter, \u00a7 16 KStG Rz. 12.2 ff.). Das Urteil wird nunmehr im BStBl. amtlich ver\u00f6ffentlicht, was wegen der Gesetzes\u00e4nderung nur noch Auswirkungen in Bezug auf die Anpassungsobliegenheit f\u00fcr sog. Altvertr\u00e4ge hat. Bei aller berechtigten Kritik an dem Urteil kommt den betroffenen Unternehmen jedoch insoweit zugute, dass zeitgleich eine \u00dcbergangsregelung der FinVerw. ver\u00f6ffentlicht wird (BMF vom 03.04.2019, <a href=\"https:\/\/recherche.der-betrieb.de\/document.aspx?docid=DB1303429\">DB 2019 S.\u00a01002<\/a>).<!--more--><\/p>\n<p><strong>Verlust\u00fcbernahmeregelungen in sog. Altvertr\u00e4gen<\/strong><\/p>\n<p>Betroffen ist ein Gewinnabf\u00fchrungsvertrag, der noch nicht auf den mit Wirkung ab 15.12.2004 angef\u00fcgten \u00a7 302 Abs. 4 AktG verweist (sog. Altvertrag). Der BFH verlangt f\u00fcr die tats\u00e4chliche Durchf\u00fchrung eines Gewinnabf\u00fchrungsvertrags, dass eine dem Erfordernis der Verlust\u00fcbernahme gen\u00fcgende Regelung w\u00e4hrend der gesamten Laufzeit vorliegt. Ein Gewinnabf\u00fchrungsvertrag m\u00fcsse an ge\u00e4nderte zivilrechtliche Bezugsnormen angepasst werden. Dass eine Vorschrift wie die des \u00a7 302 Abs. 4 AktG im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses im Streitfall noch nicht galt, l\u00e4sst der BFH mit dem Postulat einer Anpassungsobliegenheit nicht gelten. Bei Dauerrechtsverh\u00e4ltnissen sei es Sache der Vertragsparteien, die \u00dcbereinstimmung der vertraglichen Abmachungen mit den gesetzlichen Vorgaben im Zeitablauf sicherzustellen. Mit der amtlichen Ver\u00f6ffentlichung des BFH-Urteils schlie\u00dft sich die FinVerw. leider erwartungsgem\u00e4\u00df der Auffassung des BFH an (BMF vom 03.04.2019, <a href=\"https:\/\/recherche.der-betrieb.de\/document.aspx?docid=DB1303429\">DB 2019 S.\u00a01002<\/a>). Dies f\u00fchrt bei Organschaften zu einem zus\u00e4tzlich erforderlichen laufenden Monitoring relevanter Bezugsnormen insb. des Aktiengesetzes.<\/p>\n<p><strong>Handlungsbedarf<\/strong><\/p>\n<p>Dass Altvertr\u00e4ge ohne Verweis auf \u00a7 302 Abs. 4 AktG anzupassen sind, war nach dem BFH-Urteil bereits klar. Soweit die Anpassung noch nicht erfolgt ist, stellt die \u00dcbergangsregelung nunmehr klar, dass daf\u00fcr Zeit bis zum 31.12.2019 besteht. Wegen der zivilrechtlichen Erfordernisse sollte mit der Anpassung nicht bis kurz vor Jahresende gewartet werden. Wenn eine Organschaft sowieso endet, kann die Anpassung unterbleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit seinem Urteil vom 10.05.2017 (I R 93\/15, DB 2017 S.\u00a02650) erschwerte der BFH nicht nur die Vereinbarung variabler Ausgleichszahlungen, sondern postulierte auch eine Anpassungsobliegenheit, wonach ein Gewinnabf\u00fchrungsvertrag an die \u00c4nderungen von Regelungen des Aktiengesetzes anzupassen sei (vgl. 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